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Schlichtungskommission

Angesichts der Herausforderungen des Aufeinandertreffens überaus unterschiedlicher Kulturen und Lebenszuschnitte auch in unseren Häusern, angesichts des in der Gesellschaft zu beobachtenden Rückgangs allgemeinverbindlicher ethischer Werte und Verhaltensorientierungen, angesichts der aus tatsächlichen und rechtlichen Gründen eingeschränkten staatlichen Eingriffsbereitschaft, die oft als Rückzug des Staates als Ordnungsmacht im Alltag empfunden wird und angesichts des wachsenden Wunsches, besonders der älter werdenden Mitglieder und Mieter der Genossenschaft, nach Sicherheit, Geborgenheit und Bewahrung ihres Wertesystems kann die Schlichtungskommission (SK) der WGLi einen wichtigen Beitrag leisten, dass unseren genossenschaftlichen Spielregeln des Zusammenlebens bei Streitfällen schnell wieder Geltung verschafft wird.

Das Besondere ist, dass es beim Schlichtungsverfahren und bei der Mediation keinen „Kläger“ und keinen„Verklagten“ gibt und dass es am Ende des Verfahrens nur Gewinner geben wird.

Die Schlichtungskommission wird nur auf Antrag tätig. Sie ist zuständig für die außergerichtliche, gütliche Streitbeilegung bei Konflikten, an denen Mitglieder und Mieter der Genossenschaft sowie Bewohner, die nicht Mitglied oder Mieter sind, beteiligt sind, die mit der Missachtung von Rechten oder Verletzung von Pflichten eines Mitgliedes bzw. Mieters der WGLi einhergehen.

In § 6 der Ordnung der SK ist im Einzelnen zur Zuständigkeit Folgendes bestimmt:

Die SK wird mit dem Ziel der Streitbeilegung auf Antrag, insbesondere bei Konflikten

  • wegen ruhestörenden Lärms und anderer Störungen des Hausfriedens,
  • wegen ruhestörender Musikausübung,
  • wegen belästigenden Geruchsimmissionen in der Wohnung,
  • wegen Gefährdung der Sicherheit der Wohngebäude und Missachtung der Ordnung in den Hausaufgängen, Aufzügen, Kellergängen und Dachböden,
  • wegen Missachtung der Ordnung auf den Grünflächen und Kinderspielplätzen,
  • wegen den Hausfrieden störender Ausübung gewerblicher Tätigkeit in den Wohnungen,
  • wegen ordnungswidrigen Parkens und Abstellens von Fahrzeugen,
  • wegen vertrags- und hausordnungswidriger Nutzung der Balkone/Loggien,
  • wegen vertrags- und hausordnungswidriger Tierhaltung,
  • wegen Beleidigung, Verleumdung, Körperverletzung und sonstiger Erscheinungsformen zerrütteter nachbarschaftlicher Beziehungen,
  • wegen Verletzung von Rechten aus der Mitgliedschaft, sofern nicht spezielle Regelungen (z. B. die Satzung, die Wahlordnung) zwingend Anwendung finden,

tätig.

Weitere Informationen zur SK waren in der WGLi-Info Nr. 1/2009 enthalten; die Ordnung der SK ist auch hier einsehbar.

Die Schlichtungskommission führt regelmäßige Sprechstunden durch:

Landsberger Allee 180 B (links neben dem Durchgang zur WGLi-Geschäftsstelle)

  • jeden 1. Dienstag im Monat in der Zeit von 17 bis 19 Uhr sowie
  • jeden 3. Donnerstag im Monat in der Zeit von 9 bis 12 Uhr

NEU: WGLi-Nachbarschaftstreff Quatschtrommel, Erich-Kuttner-Straße 31 B

  • jeden 1. Dienstag im Monat in der Zeit von 17 bis 19 Uhr

WGLi-Nachbarschaftstreff MELLE24, Mellenseestraße 24

  • jeden 3. Donnerstag im Monat in der Zeit von 17 bis 19 Uhr

Die SK der Genossenschaft ist schriftlich (einschließlich Fax und E-Mail) wie folgt zu erreichen:

Schlichtungskommission der WGLi
Landsberger Allee 180 B
10369 Berlin
Fax: 97 000 - 360 oder -311
E-Mail: Schlichtungskommission@wgli.de

Sehr geehrte Mitglieder, sehr geehrte Mieterinnen und Mieter!

Beim Zusammenleben bleiben Konflikte manchmal nicht aus. Unsere Genossenschaft hat nun eine spezifische Form genossenschaftlicher Selbsthilfe für solche Fälle.
Nutzen Sie diese. Wir werden unser Bestes tun, damit unserem WGLi-Motto: „Wohnen ist Leben“ auch in Ihrem Haus wieder schnell Geltung verschafft wird, wenn der Haussegen mal schief hängt.

Peter Wohlleben
Vorsitzender der Schlichtungskommission